BörsenXperts: Vom Sparplan zum Spaßkonto - Rendite fürs echte Leben: Der Zinseszins der Lebensfreude
Shownotes
Wir tauschen Arbeitszeit gegen Geld - und sollten dieses Geld wieder in gute Lebenszeit zurückverwandeln. In den "BörsenXperts", dem Podcast des Börsenplatzes Berlin e.V., spricht Peter Heinrich mit Clemens Schönmann-Fink von "René will Rendite" über eine Frage, die in keinem Depot auftaucht: Was ist genug? Wer jedem erreichten Kontostand sofort das nächste Ziel folgen lässt, landet schnell in der hedonistischen Tretmühle. Clemens rät deshalb, das eigene "reiche Leben" zu definieren: Wofür lohnt es sich zu sparen, und wofür darf man heute großzügig sein? Erfahrungen, Reisen und gemeinsame Zeit zahlen eine Erinnerungsdividende, Statuskonsum bringt oft nur einen kurzen Dopamin-Kick. Praktisch helfen ein Sparplan, weniger Lifestyle-Inflation und ein Spaßkonto. Nicht jeder Traum lässt sich auf die Rente verschieben: Geld kann wachsen, Zeit nicht. Die entscheidende Frage lautet daher nicht nur: Wie reich will ich werden? Sondern auch: Wie reich will ich leben?
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00:00:03: Ich weiß nicht, wie halt die Welt in zehn, zwanzig Jahren sein wird und deswegen nicht alles auf später verschieben.
00:00:09: Auch mal jetzt Geld ausgeben sich auch mal etwas leisten, auch mal Erinnerungen schaffen, sich was gönnen.
00:00:20: Willkommen zu den Bosenexperts!
00:00:22: Und zu mehr Finanzkompetenz.
00:00:27: Gelderlein?
00:00:29: Macht nicht glücklich heißt es.
00:00:31: Das klingt vernünftig.
00:00:32: Ein leerer Kontostand ist allerdings auch kein Wellness-Programm.
00:00:35: Da gibt's ja auch viele dumme Sprüche und viele dummen Mindsets Aber vielleicht auch sehr intelligente.
00:00:40: Wir sprechen an der Börse ja ständig über Rentite, Zinseszinsen, Vermögensaufbau, ETF-Aktienweltdepot und so was.
00:00:46: Viel seltener stellen wir eigentlich die entscheidende Frage – wozu soll das ganze Geld eigentlich dienen?
00:00:52: Was bringt das Depot auf Allzeit hoch wenn die eigene Lebensfreude im Bernmarkt steckt?
00:00:57: Wann wird Sparsamkeit von der Tugend zur Fußfessel und kann man finanzielle Freiheit erreichen ohne das Leben bis dahin später auf später zu verschieben?
00:01:07: Da bespreche ich heute mit Clemens Schönmann-Fink von René Will Rendite.
00:01:12: Grüß dich, Clemens!
00:01:13: Hallo Peter, vielen Dank für die Einladung.
00:01:15: Ja oder soll ich lieber René sagen?
00:01:17: Es ist ja... Clemens von Renée Will Renditius passt.
00:01:19: Genau
00:01:19: weil ... Ich finde den Titel Rene Will Rendita eigentlich sehr schön gewählt.
00:01:23: Also ein bisschen doppeltes Wortspiel.
00:01:26: was ist denn Rene will Renditi in Kurzform?
00:01:29: Renée will Rendite ist als Youtube Kanal gestartet wo ich halt eben mich mit Experten darüber unterhalte, was gerade an den Märkten los ist.
00:01:38: Was in der Wirtschaft los ist und was das alles für meine Geldanlage heißt.
00:01:43: Die Idee dahinter ist, ich möchte den Leuten Informationen geben damit sie bessere Entscheidungen für ihr Geld treffen können.
00:01:49: Und weil ich eben die Möglichkeit habe mit Experten zu reden, versuche ich sozusagen die Stimme des Anlegers zu sein.
00:01:55: Also ich stelle für den Anleger die Fragen, die sie wahrscheinlich auch an den Experten stellen würden und versuche eben Inspiration zu geben.
00:02:03: Ich möchte aber auch natürlich unterhalten.
00:02:06: Also ich möchte nicht, dass jeder direkt irgendwie in die Po umschmeißt, wenn er mal ein Interview bei mir auf dem Kanal gesehen hat.
00:02:12: Aber es soll halt unterhalten sein und ich will ihm helfen, die Märkte besser zu verstehen.
00:02:17: Denn ich denke, wenn man versteht was an den Märkten passiert, warum meinetwegen die Kurse fallen dann kann man halt anders darüber entscheiden, anders drüber nachdenken.
00:02:26: Und mir persönlich geht's immer besser, wenn ich weiß das hinter einem Kurssturz steht als wenn ich jetzt Rätselmüste und im Unklar bin.
00:02:32: Und da hoffe ich, dass die Leuten da halt Inspirationen, Orientierung und Denkernstöße gebe.
00:02:36: Und sie auch noch so ein bisschen unterhalten.
00:02:38: Mein Name ist Peter Heinrich.
00:02:39: Herzlich willkommen zu den Börsen-Experts dem Podcast des Börsennplatz Berlin!
00:02:44: René will Rendite aber Renée will inzwischen auch Lebensfreude.
00:02:49: Clemens inzwischen beschäftigt sich ja auch mit der Frage was Geld mit unserem Glück macht?
00:02:55: Ist René Erwachsener geworden oder Hat du nur gemerkt, dass Rendite alleine auf Dauer ein ziemlich langweiliges Hoppig sein kann?
00:03:03: Ja das spiegelt so ein bisschen meine eigene Entwicklung wieder.
00:03:06: Also am Anfang war ich wirklich immer sehr irgendwie auch Geldvermehrung gedacht.
00:03:11: also ich hatte jetzt keinen fugalistischen Lifestyle in dem Sinne aber war schon irgendwie immer drauf und habe überlegt wo was kostet mich das und was hätte ich, wenn ich das Geld anlegen würde?
00:03:22: Da gibt's ja irgendwie diverse Kennzahlen oder so Faustformen, mit denen du halt berechnen könntest.
00:03:28: Wenn du jetzt zehn Euro jede Woche sparsst also weil du zum Beispiel auch irgendwie dein Koffee-to-Go verzichtest oder sowas und wenn das dann Spaß und was dann in zehn Jahren hättest, dachte ich so boah!
00:03:39: Das ist aber echt die ganze Menge.
00:03:40: Wenn ich mich hier ein bisschen einschränke, dann habe ich doch irgendwie in zehn jahr einen Haufen mehr Geld.
00:03:46: So ein frugalistischeren Lifestyle, wie gesagt nicht ganz so extrem.
00:03:50: Wie das jetzt halt die wahren Frugalisten machen aber schon in die Richtung.
00:03:54: und dann irgendwie habe ich mal so mehr angefangen darüber nachzudenken hab als Sachen gelesen Und hab halt dann irgendwie erkannt es kommt nicht so sehr auf die Höhe des Kontostandes an sondern es kommt darauf an dass du dein geltende Lebensqualität verwandelst und dass ist das eigentlich.
00:04:10: am Ende ist was es ausmacht also einen hoher Konto.
00:04:13: stand macht mich unbedingt glücklich Aber ein erfülltes Leben macht glücklich.
00:04:17: Und es hat sich dann für mich so ein bisschen unter der Frage zusammengefasst, willst du reich leben oder reich sterben?
00:04:24: Ist das nur eine persönliche Geschichte?
00:04:25: Da waren viele Aspekte drin.
00:04:27: Lass uns die mal ein bisschen durchgehen!
00:04:29: Bei Geld lautet die Antwort eher auf die Frage immer wie viel ist genug erstaunlich oft ein bisschen mehr sozusagen.
00:04:35: Genau, das ist zum Beispiel auch so ein berühmtes Zitat von Johnnie Rockefeller zu seiner Zeit der reichste Mensch seinerzeit.
00:04:42: Rockefeller stand hinter der Standard Oil Company eine gewaltiges Imperium dass eines Tages dann zerschlagen wurde.
00:04:50: und quasi jeder größere amerikanische Ölkonzern hat seine Wurzeln in dieser Standard Oil company.
00:04:54: Und er wurde halt mal gefragt mit einem Journalisten wie viel denn genug es und da hat er ob ihm scherzt oder ernsthaft so richtig weiß man's nicht gesagt a little bit more.
00:05:04: Und das ist halt wirklich immer so ein Problem, dass man immer denkt ja noch ein kleines bisschen und dann bin ich glücklich.
00:05:10: Was man aber dabei vergisst, ist halt, wenn man mit einem kleinen bisschen mehr auch andere Ansprüche kriegt.
00:05:16: Dann hat er wieder andere Referenzen und dann denkt man wieder ja noch klein bisschen mehr und da bin ich Glücklich!
00:05:22: Das ist eben die Falle wo man ausbrechen muss.
00:05:25: Okay bei Millionären oder Rockerfäldern sind die Zahlen oder die Anzahl der Nullen etwas anders?
00:05:30: Ich meinte damit auch, wenn die Millionäre sagen, dass es ein bisschen mor.
00:05:34: Naja gut, ich meine bei den Millionen.
00:05:36: Ich wollte die Zahlen jetzt ein bisschen klein denken.
00:05:39: also warum fällt es uns so schwer die finanziellen Ziellinien zu definieren?
00:05:43: verschippt sich die Millionengrenze automatisch auf zwei Millionen sobald ihr erst erreicht ist?
00:05:47: Jetzt wenn viele unsere Hörer sagen ja rüber und halten sich denn Millionen?
00:05:50: nein das sind vielleicht auch andere Dinge.
00:05:52: du sparsst und plötzlich hast Du ein Depot von fünfzigtausend Euro gesagt.
00:05:55: oh jetzt will ich hundert tausend jetzt brauche ich zweihundert Tausend.
00:05:57: also warum ist es so schwer eine finanzielle Zielline zu definiert?
00:06:02: Ich glaube, weil sich die Referenzpunkte verändern.
00:06:06: Also wenn du halt so ein bisschen mehr Geld hast, dann setzt du dir andere Ziele, dann machst du andere Urlaube zum Beispiel und fährst so ein anderes Auto oder hast vielleicht eine andere Wohnung?
00:06:15: Und dann auf einmal denkst du ja boah aber hier der Nachbar hat noch ein anderes auto, da fällt er noch schöner in den Urlaub.
00:06:21: Da möchte ich vielleicht hin.
00:06:23: Wenn sie wieder anzusparen und zur Arbeit und zu rödeln unter dieses Ziel zu erreichen... Und was halt eben auch so ein Problem ist, das ist so'n Phänomen, was sich die hedonistische Tretmühle nennt.
00:06:34: Das heißt einfach wir vergessen sehr schnell wie es uns vor einem Jahr ging ungefähr und wir vergleichen immer unser Leben mit den jüngsten Erlebnissen.
00:06:43: also das heißt Wir vergessen dass wir vor einem ja mit einer Woche irgendwie im Bayerischen Wald glücklich waren und da haben wir dann einmal einen Urlaub gemacht der bisschen schicker war und dann wird das unser neuer Referenzpunkt Mit alles was halt irgendwie früher uns glücklich gemacht hat, wirkt auf einmal langweich und fahrt.
00:07:01: Weil wir immer nach mehr Streben, nach neuen Erlebnissen noch neuen Impulsen nach neuen Reizen...
00:07:07: Ja oder man bekommt vielleicht mehr Geld?
00:07:10: Oder man verdient vielleicht mehr Gelb in der nächsten Karriere-Stufe?
00:07:13: Wie das Geld reinkommt wird es wieder rausgeschmissen,
00:07:15: oder?!
00:07:15: Das
00:07:15: ist überhaupt so ein großes Problem auch beim Vermögensaufbau dieser Lifestyle Inflation!
00:07:22: Also wenn dir halt mehr Geld haben, geben wir auch oft mehr Geld aus.
00:07:25: Wie gesagt leisten uns eine große Wohnung zum Beispiel ein größeres Haus gehen halt irgendwie schöner Essen kaufen uns ein großes Auto machen schönere Urlaube und am Ende bleibt dann sozusagen genauso viel übrig oder genauso wenig übrig wie vor der Gehaltserhöhung.
00:07:40: Und das ist eben auch ein großes Problem wenn man jetzt vermögen aufbauen will dass man Dass halt eben das Delta gar nicht größer wird, sondern dass das Delta gleich klein bleibt und was man eigentlich machen muss.
00:07:51: Wenn man halt mehr Geld verdient, man behält seinen Lifestyle bei... ...und spart dann halt ein bisschen mehr um halt dann eben auch wirklich Vermögen aufzubauen unter den Zins-Zins Effekt ans Laufen zu kriegen.
00:08:03: aber auch das machen halt viele nicht Und da muss man eben so diesen feinen Grad finden zwischen ich leiste ja auch mal ab und zu etwas aber ich spare auch was.
00:08:11: Das erinnere mich jetzt, wenn du so erzählst ein bisschen an die drei Stufen des Wohlstandes von Boto Schäfer.
00:08:16: Der sagt ja es gibt einen finanziellen Schutz das heißt du musst eine baare Serfe haben von sechs bis zwölf Monaten dann eine finanzielle Sicherheit den nächsten Stufe also genug Geld um gewinnbringend anlegen zu können.
00:08:28: und irgendwann ist ja das große Ziel von allen Menschen quasi die finanziele Freiheit von allem leben zu können hat dann drei Kontenmodell.
00:08:34: kennst du Boto-Schäfer?
00:08:35: Ich kenne ihn vom Namen her, ich habe uns aber noch nicht gelesen oder getroffen.
00:08:38: Ja
00:08:39: weil da ist nämlich was drin, das mich jetzt darauf gebracht hat, weil du gesagt hast naja den Lebensstandard halten und wenn ich dann mehr einnehme, mehr verdiene dass sich dann auch mehr sparen kann.
00:08:47: Das sagt er nämlich auch.
00:08:48: es ganz wichtig, dass ich den nämlich wunderbar den Lebensstandard halten kann aber nochmal fünfzig Prozent von dem was ich mehr verdien eigentlich ganz gut wegsparen kann Weil Es mir vorher auch gelungen ist und mir eigentlich dann nichts fehlt.
00:09:02: sozusagen
00:09:03: Genau, das ist es.
00:09:04: Wenn man halt auch so ein ganz beliebter Zip, wenn man eine Gehaltserhöhung kriegt die halt dann einfach auf den Sparplan packen anstatt das irgendwie zu fair konsumieren, dass mehr Geld was man hat weil wie du schon sagst, das hat mir ja vorher irgendwie auch nicht gefehlt jetzt also in aller Regel.
00:09:17: natürlich gibt's immer Fälle wo man froh ist über die Gehalterhöhe, wo man dann ein bisschen entspannter leben kann, weil das Geld halt wirklich knapp war.
00:09:24: Wenn du vorher gut Leben konntest warum halt das Geld dann fair konsummieren?
00:09:27: Was du mehr hast lieber halt dann nochmal irgendwie dann auf dem Sparplant tun um halt eben dann wirklich dein Vermögen aufzubauen.
00:09:35: Bezahlen wir eigentlich nicht mit Geld, sondern mit Lebenszeit?
00:09:38: Das wird ein bisschen philosophisch.
00:09:40: Geld ist ja eigentlich – wenn man es so sieht – gespeicherte Lebensenergie.
00:09:44: Viel am Vertrag.
00:09:45: Sparen viel am festen Vertrag.
00:09:47: also tauschen eigentlich ihre Lebenszeit, ihrer x Anzahl von Stunden dann im Job Geld.
00:09:53: Also wir tauschten Arbeitszeit gegen Einkommen und dieses Einkommen später eigentlich wieder Produkte, Erlebnisse oder Freiheit
00:10:00: Total, also das ist glaube ich echt etwas was sich jeder klar machen muss dass wir Zeit gegen Geld tauschen.
00:10:07: Wenn wir zur Arbeit fahren wenn wir dann im Büro sitzen und arbeiten Dann werden wir dafür unsere Lebensenergie unserer lebenszeit auf und zeit ist ja irgendwie somit das wertvollste esselt was wir haben.
00:10:18: eigentlich weil die zeit die rind verrinnt unbiederruflich sie wird nicht mehr Und wir kriegen sie auch nicht wieder zurück.
00:10:27: Also Zeit ist eigentlich ein sehr wertvolles, es ist ein sehr Wertvolles Vermögen und wenn wir arbeiten wie du schon sagst tauschen wir Zeit gegen Geld.
00:10:35: Das ist auch erstmal jetzt nicht schlimm weil irgendwie wir müssen ja von etwas leben.
00:10:40: aber was wir uns halt dann wiederum klar machen sollten wenn wir halt so was wertvolle ist das wir haben gegen Geld getauscht haben dass wir dann auch das Geld halt sehr bewusst ausgeben sollten dass wir also an uns klarmachen sollte wenn ich mir jetzt irgendwie eine schicke Tasche kaufe, damit zahle ich nicht mal wegen tausend Euro sondern dann bezahl' ich mit drei Wochen meiner Lebenszeit damit.
00:11:04: Oder wenn ich mir ein neues Auto kaufe bezeige ich nicht irgendwie dreißigtausende Euro, sondern bezahle vielleicht mit zwei Jahren meiner Lebenszahl damit.
00:11:12: und das heißt, wenn wir also Geld als gespeicherte Lebensenergie sehen, dann sollte man doch uns sehr bewusst überlegen was wir mit dieser gespeicherten Lebensenergy machen und ob wir wirklich glücklich damit sind irgendwelche Konsumgüter ausgeben, die wir vielleicht gar nicht richtig brauchen.
00:11:29: Vielleicht auch nur kaufen um andere Leute damit zu beeindrucken.
00:11:33: und du hast es auch schon gesagt ich finde das halt eine sehr gute Investition dieser Lebensenergie dann in Erfahrungen ist, in Erlebnissen ist.
00:11:43: Das ist etwas was bleibt.
00:11:45: also Erfahrungen, Erlehnisse werfen eine Erinnerungsdividende ab.
00:11:49: sind da dann die Erinnerung daran wie mit den Kindern selten war, wie ich mit meiner Frau einen schönen Städtetrip gemacht habe.
00:11:57: Und das sind dann immer Sachen an die ich mich gerne zurück erinnere, die mir immer wieder so ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und da finde ich, worum ist das Geld dann gut investiert?
00:12:07: Das gesagt, gleich noch eben zu dem was ich davor gesagt hatte, mit dem Sparen, es kam vielleicht jetzt ein bisschen falsch rüber.
00:12:14: Ich finde sparen ist wichtig ja aber auch dass Geld ausgeben ist wichtig und da muss man halt eben so den richtigen Weg finden der für einpasst sind.
00:12:22: ehrlicherweise, wir sind doch nicht froh oder es ist auch kein schönes Erlebnis im Alter in seinem Lehnstuhl zu sitzen und dann irgendwie eine Kontoauszüge durchzublettern.
00:12:31: Und sich daran zu erfreuen dass man mal für Überweisungen gemacht hat und Vereinzahlung gekriegt hat.
00:12:36: Wir sind doch eher froh wenn wir dann im alter in unserem Lehn stuhl sitzen und dann halt ein Fotoalbum durchblättern zum Beispiel und uns dann daran zurückerinnern was wir früher alles gemacht haben was wir erlebt haben.
00:12:46: das ist doch eher die Lebensqualität die wir suchen.
00:12:49: deswegen nicht nur sparen sondern Geld auch ruhig mal ausgeben.
00:12:55: Die richtige Balance ist wahrscheinlich wichtig und schwierig zu finden, da haben jetzt viele schöne Aspekte drin.
00:13:00: ich weiß nicht wie magst du es?
00:13:01: Du hast ja gesagt nicht so viel sinnlose Sachen ausgeben weil du bist wahrscheinlich gar nicht glücklicher wenn du diese Handtasche wirklich hast oder dieses neue Auto nur damit nachbar mehr beeindruckt ist.
00:13:11: also ich habe zum Beispiel bei mir eine lange Zeit in meinem Geldbeutel ein Zettel drin gehabt mit dem Spruch ist das wirklich notwendig Fragezeichen Und ich habe fast immer mit Bar bezahlt, weil dann hab' ich noch was Physisches hinterhand.
00:13:23: Dann hab', ich gesagt okay jetzt hab' Ich dreihundert Euro in der Hand es reicht so und so viel.
00:13:27: Ah das gebe ich jetzt mal doch nicht aus!
00:13:28: Weil wenn ich nur mit Karte bezahle, dann sehe ich's ja gar nicht... ...dann ist da Schmerz gar nicht so da.
00:13:32: Wie magst du?
00:13:33: Der Zettel ist auf jeden Fall ein guter Trick, eine gute Erinnerung um halt nicht aus dem Blick zu verlieren Was einem wichtig ist.
00:13:40: Also ich zahle jetzt überwiegend mit Kater ehrlicherweise, weil es halt irgendwie bequem ist, weils halt einfacher ist.
00:13:47: Aber ich gebe schon sehr bewusst Geld auf.
00:13:49: Also mir sind manche Sachen wichtiger als im andere, z.B.
00:13:53: Mode oder Klamottenzimäßig ganz so wichtig was mir der Gegenheit wichtig ist.
00:13:57: Es ist halt Genuss also ein gutes Essen und guter Wein und gutter Käse.
00:14:02: dafür gebe ich gerne Geld aus.
00:14:05: Und was wichtig ist das man sich halt überlegt dass man sich eine Antwort auf die Frage überlegt wie sieht mein reiches Leben aus?
00:14:14: Was ist das was mich wirklich glücklich macht?
00:14:17: Wenn man als einmal definiert hat wie sein reiches Leben aussieht, dann weiß man auch wofür man gerne Geld ausgibt und wofur man sich Sachen sparen kann.
00:14:25: Und wenn man weiß was ein reicheres Leben ist, dann weißt man wo man großzügig sein kann?
00:14:30: Dann kann man sich eigentlich auch die Sachen leisten.
00:14:32: in aller Regel, wenn wir ja auf der anderen Seite halt spaßen, streicht man alles weg, was einem so bisschen vielleicht so ein temporär gutes Gefühl kriegt.
00:14:41: Der kleine Rauch, den man hat, wenn man sich etwas Neues gekauft hat.
00:14:44: Aber ist das, was mich denn wirklich glücklich macht?
00:14:46: Sieht so mein reiches Leben aus.
00:14:48: Nee wahrscheinlich nicht sondern ich habe für mich jetzt definiert.
00:14:51: meine reichen leben sind erfahrungen sind halt zur zeit mit freunden vielleicht mal als kleiner allegdote.
00:14:58: Meine frau und ich wir haben uns zu weihnachten ein aperitiv abo geschenkt was hier in münchen ein geschäft angeboten hat.
00:15:06: da kriegen ja alle drei molerte Also ein Paket geliefert zu uns nach Hause, wo man halt eben dann die Zutaten für einen Apparativ drin hat.
00:15:13: Also es ist halt meistens ein Alkohol und halt irgendeine passende Mix getränkt dazu.
00:15:17: Das ist jetzt inzwischen so ein bisschen zur Tradition geworden dass wir halt dann Freunde einladen, wo wir das dann verkosten!
00:15:23: Und...das ist natürlich vom Preis relativ teuer.
00:15:26: wenn ich dafür halt in den Laden gehen würde, würde ich natürlich deutlich weniger bezahlen.
00:15:30: aber halt diese Freude als Paket zu kriegen ist zu öffnen damit den Freunden einen netten Abend zu verbringen, über das Getränk sich unterhalten.
00:15:37: So ein bisschen was über die Geschichte zu erfahren des japanischen Vodkaß zum Beispiel, was jetzt im letzten Paket drin war.
00:15:44: Das ist wiederum ein Erlebnis und dafür gebe ich dann gerne Geld aus.
00:15:47: Ich habe gesagt dass es mein reiches Leben aber es hat eine sehr individuelle Entscheidung.
00:15:52: andere haben da andere Dinge.
00:15:54: was mir halt eher wichtig ist, dass man nicht so auf Autopilot lebt, dass Man halt nicht so beliebig lebt sondern dass man halt eben bewusste Entscheidungen trifft.
00:16:03: Ja, das ist ein schönes Beispiel.
00:16:05: Auf der anderen Seite ist es jetzt natürlich schwierig zu argumentieren was mache ich mit dem einen Euro?
00:16:11: Ich habe einen Euro und der eine Euro ist ja in Konkurrenz zu.
00:16:14: entweder spare ich ihn hab dann Zinsen-Zinsinfekt oder ich habe vielleicht meine gespeicherte Lebensenergie in Freude wieder umgewandelt.
00:16:23: Manche vielleicht dann doch kurz ein Dopaminkick.
00:16:26: Wie ist es da?
00:16:28: wie magst du's denn da die richtige Balance zu halt?
00:16:30: manche sprechen ja von Live Balance, das kann ja für jeden was anders sein und für manche bleibt ihr auch gar nicht viel übrig.
00:16:39: Die sind glücklich wenn sie im Rush Hour ihres Lebens mit zwei Kindern Auto, Hund, Katze eigentlich auch gut über den Monat kommen und eigentlich schon wieder dann gucken wie spare ich mir den nächsten Urlaub vielleicht in einem halben Jahr auf?
00:16:53: Also es ist ja völlig klar dass also wenn man halt über das Gespräch was wir hier fühlen das sieht natürlich voraus ein gewisses Einkommen hat.
00:17:02: Wenn man halt jeden Monat schauen muss, wie komme ich über die Hunden?
00:17:05: Ist es natürlich extrem schwer zu sagen, ach ich leist mir dies, ich leiste mir jenes, weil da muss man halt schauen dass man überhaupt erstmal so seine Basis bezahlen kann.
00:17:14: Dann ist erst mal der Schritt das ich mich überlegen muss, Wie kriege ich denn mehr Geld?
00:17:17: Wie kann ich dann irgendwie meine Einnahmen erhöhen, damit sich auch ein bisschen was übrig habe, was ich zum einen sparen kann für später aber auch halt mal ausgeben kann für Sachen die mir Freude machen?
00:17:27: Und also das ist halt für dich klar, dass die erste Schritt erst mal schauen.
00:17:31: Dass ich ein bisschen Wasser unter dem Kiel habe sozusagen, damit ich über solche Dinge nachdenken kann und dann wenn es einmal der Fall ist, dann ist es wirklich immer diese Balance finden.
00:17:40: da gibt's jetzt keine feste Regel.
00:17:42: Ich habe meinen Sparplan, der läuft Da geht jeden Monat direkt ein Teil des Geldes von meinem Konto weg.
00:17:49: Das was ich übrig habe, da kann ich auch etwas überlegen was ich damit mache Und so ist das.
00:17:55: Also ich habe aber das Gefühl, dass die meisten Leute eher sich viele Ausgaben auf später schieben.
00:18:01: Das mache ich wenn ich alt bin, das mache ich weil ich in Rente bin und halt eben die ganze Zeit davor immer diese Angst vor irgendwie Altersarmut haben und oh!
00:18:09: Ich muss sparen, weil sonst kann ich mir im Alter nichts... ...mehr wichtige Dinge nicht leisten oder meine Träume nicht erfüllen.
00:18:15: Das ist das was ich ein bisschen gefährlich finde, weil wir einfach halt nicht wissen Ah, wie alt werden wir?
00:18:21: Komme ich überhaupt in die Situation, dass ich mir die ganzen Träume erfüllen kann wenn ich im Alter bin und für manche Dinge schießt sich auch ein Zeitfenster.
00:18:29: Also irgendwie Wanderungen zum Beispiel.
00:18:32: Die mache ich jetzt eher, wenn ich halt schürzig bin als wenn ich eher fünfundsechzig oder siebzig bin.
00:18:37: Und da muss man halt mal überlegen was sind die Dinge eigentlich, Wann in welchem Jahrzehnt machen kann und da halt so ein bisschen dann auch ja seine.
00:18:45: Das war ein schönes Beispiel
00:18:47: von dir, ich
00:18:48: verstehe dich das sehr gut weil Bergwandern, ich bin zum Beispiel auch Mitglied im Alpenverein, aber ich war seit zehn Jahren hier auf Bergen unterwegs.
00:18:53: Ich kann das wunderbar nachvollziehen, wo man sich dann denkt na in zehn Jahren geht es vielleicht nicht mehr?
00:18:58: Das Knie-Schmerz die Hüfte tut weh oder die Ausdauer klappt nicht mehr für einen Dreitausender oder sowas.
00:19:04: Genau der Gedanke den ich hatte war also wir machen uns ja oft noch so Bucket Listen einmal im Leben möchte dies und jenes machen.
00:19:10: Aber eigentlich müssen wir halt eben diese Aktivitäten als auch bestimmten Lebensjahrzehnten zuweisen.
00:19:15: Zum Beispiel irgendwie in die Meile in der Scala gehen, das kann ich auch noch mit siebzig machen in aller Regel.
00:19:21: Aber halt so Bergwandern oder größere Wandertouren, die mache ich halt eher nicht mehr mit siebenzig und die mache vielleicht eher wenn ich halt vierzig- oder fünfzig noch bin, dass da so irgendwie das Zeitfenster ist.
00:19:30: natürlich gibt es immer Ausnahmen und was halt auch... wir halt nicht vergessen sollten, dass ich einfach immer wieder Zeitpenster schließe.
00:19:38: Dass mir dann bestimmte Erfahrungen irgendwie versagt bleiben.
00:19:43: Also ich mache jetzt mit halb fünfundfünfzig keine Interrail-Tour mehr durch Europa.
00:19:47: Das ist irgendwie nicht mal mein Ding da in Jugendherbergen schlafen und den vollen Zügen sitzen.
00:19:51: Das hätte ich machen sollen können als ich zwanzig war.
00:19:54: Da habe ich es leider nicht gemacht.
00:19:56: Und das ist eben auch so ein bisschen.
00:19:58: was man nicht vergessen sollte... das Geld ein abnehmenden Grenznutzen hat, wie man es so'n bisschen ökonomisch formuliert.
00:20:06: Also mit zwanzig der konnte ich aus zweitausend Euro, ich sag mal zwei Monate Urlaub machen weil ich andere Ansprüche hatte da habe ich den Zähl geschlafen hab halt irgendwie abends meine Ravioli auf dem Gaskocher warm gemacht oder sowas.
00:20:19: jetzt mit Mitte vierzig ja da reicht das vielleicht noch für so eine Woche weil ich halt einfach nicht mehr Ravioli essen will jede Abend und weil ich eben eine schöne Ferienwohnung haben möchte.
00:20:28: Und dass ist vielleicht auch irgendwie so.
00:20:30: ne so eine Ratschlage an Eltern, dass die jetzt auch mal überlegen ob sie denn tatsächlich erst mit dem Erbe ihren Kindern das Geld, das Vermögen geben wollen oder ob es nicht eher sinnvoller ist ein Teil des Vermögens schon früher zu vererben.
00:20:45: Zu verschenken weiterzugeben.
00:20:46: Nicht aus steuerlichen Gründen oder sowas.
00:20:48: Das mag vielleicht auch einen Aspekt sein aber einfach zu überlegen wann hilft meinen Kinder das Geld am meisten?
00:20:54: und ich würde mal sagen das hilft denen halt früher eher als wenn Sie es dann eines Tages Erben, wo sie schon selber höchstwahrscheinlich ein gesetztes Leben haben.
00:21:05: Sich so die Grundbedürfnisse erfüllt haben.
00:21:08: und deswegen halt nicht um wieder zu... Gedanken zurückzukommen, nicht immer alles auf später verschieben.
00:21:15: Nicht immer auch das Geld ausgeben auf später verstanden.
00:21:18: Also du
00:21:18: sprichst sozusagen von der Lebendividende?
00:21:21: Mir kommt da die Lebensur des Lebens in den Sinn.
00:21:24: Das kennt ihr jeder.
00:21:25: dieses Spiel und dein Leben würde eingefangen sein.
00:21:27: so eine Sanduhr.
00:21:28: wie viel Zeit du schon verbraucht hast von dieser Sanduher weißt ja schon.
00:21:32: aber wie viel Sand da oben drüber ist von einem Restleben.
00:21:35: Das weißt Du ja nicht!
00:21:35: Das ist ja das nächste Problem eigentlich.
00:21:37: Genau.
00:21:37: Auch das eben, man kann nicht alles auf später verschieben.
00:21:40: Man muss auch manchmal Sachen jetzt machen, ne?
00:21:42: Ich weiß nicht wie viel Zeit ich noch habe, ich weiß nicht in welcher Körper ich im Befassung sein werde... ...ich weiß nicht, wie halt die Welt in zehn, zwanzig Jahren sein wird und deswegen nicht alles aus später verschrieben!
00:21:53: Auch mal jetzt Geld ausgegeben, sich auch mal was leisten, auch mal Erinnerungen schaffen, sich mal was gönnen.
00:21:59: Was mir da wieder einfällt ist eigentlich Wiederbodo Schäfer hatte ja auch einmal ein Interview.
00:22:03: der empfiehlt eigentlich neben dem Sparkonto Es sind eigentlich mehrere Konten, er hat verschiedene Kontenmodelle.
00:22:09: Du hast normales Konto um deine laufenden Ein- und Ausgaben zu decken Mieteversicherung und Co.
00:22:15: Und Lebenszahlungskosten dann hast du ein Sparkonto.
00:22:18: Worüber wir hier in diesem Podcast schon oft gesprochen haben wie funktioniert Rendite?
00:22:22: Wo ich sparkwote wie du vorhin gesagt hast möglich fünfzig Prozent wie immer vorhin schon diskutiert hatten weglegen von dem was man mehr verdient.
00:22:29: Dann halt gesagt sparen nochmal zwanzig Prozent auf einen Spaßkonto.
00:22:34: Total kann ich nur unterschreiben!
00:22:36: Also so ein Spaßkonto finde ich absolut wichtig.
00:22:39: Und dass man da
00:22:40: auch bisschen Geld drauf legt?
00:22:41: Ja, unser psychologischer Trick ist dann... ...Spaßkonto ist dafür da zum Spaß haben.
00:22:46: So nach dem Motto nimmst du Geld und haus weg.
00:22:48: Hab Spaß damit!
00:22:50: Das ist auch wichtig weil das hast du nie ein schlechtes Gewissen eigentlich, weil diese Konkurrenz zu diesem einen Euro spare ich den jetzt oder gebe ich dem wirklich aus kann nicht mehr das leisten aber ich kann es leisten.
00:23:01: wenn das Geld am Spaßkontor ist
00:23:04: Bin ich ein total guten Tipp?
00:23:05: Also kann ich nur unterschreiben, sich so einen Spaßkonto anzulegen.
00:23:09: Finde ich ja echt eine gute
00:23:10: Idee.".
00:23:10: Clemens nochmal zum Schluss!
00:23:12: Noch mal so ne Sanduhr als Idee.
00:23:15: stellen wir uns zum Schluss ne Sandur vor.
00:23:18: auf der einen Seite tauschen wir eben Zeit gegen Geld irgendwann müssen wir die Sandu umdrehen und wieder Geld gegen gute Zeit.
00:23:26: tausche die Erlebnisdividende.
00:23:29: was wäre deine wichtigste Regel damit mit dem Umdrehen?
00:23:32: nicht zu lange warten.
00:23:34: Noch mal eine Zusammenfassung von dir!
00:23:36: Wir sollten uns vergegenwärtigen, dass alles seine Zeit hat.
00:23:40: Wir wissen nicht was morgen, was übermorgen das nächste Jahr bringt und sollte also auch schon jetzt sich Sachen gönnen und nicht alles auf später verschieben.
00:23:50: Und um das machen zu können finde ich, dass sich jeder für sich alleine aber natürlich auch gerne in einer Beziehung man sich halt fragen sollte wie sieht mein reiches Leben aus?
00:24:00: oder wie sieht unser reiches Leben aus?
00:24:03: Und wenn man das getan hat, dann hört man aus sein Leben im Autopilot-Modus zu führen.
00:24:09: Dann bekommt es eine Klarheit.
00:24:12: also im Englischen gibt's den schönen Satz Vision Determines Decision.
00:24:16: Wenn ich die Vision habe, dann weiß ich welche Entscheidungen ich zutreffen habe und dann weiß sich wofür ich arbeiten geht, dann weiss ich wofü ich spare und was ich mir in eines Tages leisten will und wer das klar hat für den wir dann vieles vieles einfacher glaube
00:24:30: Clemens, vielen Dank!
00:24:32: Viel Spaß bei deiner Lebensenergie.
00:24:35: Bei der Suche nach dem kleinen Glück.
00:24:37: und ja grüßt mir René.
00:24:39: Servus
00:24:40: Danke dir Peter.
00:24:42: Und wieder was gelernt
00:24:43: bis zum nächsten Mal
00:24:44: bei BörsenExports deinem Börsens Podcast.
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